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Universal Audio Apollo Twin Duo – Rezension

Das Universal Audio Apollo Twin Duo ist ein sehr hochwertiges Thunderbolt-Interface, das den Platz meines M-Audio ProFire 2626 einnehmen durfte. Auf die Details des Interfaces werde ich in dieser Rezension eingehen. Hier geht’s zum Produkt bei Thomann.

 


Optik

Das Universal Audio Apollo Twin Duo ist relativ klein und macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse ist aus Aluminium und sehr sauber verarbeitet. Der große Poti ist außen gummiert und fühlt sich wertig an. Das Gewicht des Interfaces reicht aus, um stabil zu stehen, auch wenn auf der Rückseite alle Kabel angeschlossen sind.

Es sind zahlreiche LED-Meter vorhanden, die das Arbeiten mit dem Apollo erleichtern. Kanal 1 und 2 (auf der linken Seite der Frontplatte) haben jeweils ein Input-Level Meter, darunter sind die Schriftzüge „MIC“, „LINE“ und „Hi-Z“, die entsprechend der Auswahl aufleuchten. Auf der rechten Seite findet sich das LED-Meter des Monitorkanals, zusammen mit den Schriftzügen „MONITOR“ und „HEADPHONE“, die den gerade ausgewählten Ausgabekanal anzeigen.

Der LED-Kranz um den Poti herum ist ein Level-Meter für verschiedene Aufgaben. Er kann für das Input-Gain der beiden Kanäle verwendet werden, sowie für die Lautstärke des Monitor- und Kopfhörerkanales (jeweils separat).Universal Audio Apollo Twin Duo - Optik


Anschlüsse

Das Universal Audio Apollo Twin Duo besitzt 2 Kombibuchsen (XLR und 6,3mm Klinke) als Eingänge auf der Rückseite und einen Hi-Z Eingang vorne. Ein optischer Digitaleingang (S/PDIF / ADAT) ist vorhanden. Als Ausgänge sind 4 Klinkenbuchsen, sowie ein Kopfhörerausgang verbaut. Der Anschluss an den Mac erfolgt über Thunderbolt, was eine extrem schnelle Übertragung und sehr niedrige Latenzen ermöglicht. Die Stromversorgung erfolgt über ein externes Netzteil, dessen Anschluss am Apollo verriegelbar ist, sodass der Stecker nicht versehentlich herausgezogen werden kann.

Universal Audio Apollo Twin Duo - Anschlüsse


Bedienung

Das Konzept des Universal Audio Apollo Twin Duo ist sehr gut, nach dem Prinzip „so wenig wie möglich, so viel wie nötig“ aufgebaut. Der zu steuernde Eingangskanal (Ch.1 oder Ch.2) wird mit der „PREAMP“-Taste gewählt, die Steuerung des Input-Levels wird dann auf den großen Poti gelegt und am LED-Kranz angezeigt. Die Quelle kann über die Taste „INPUT“, zwischen XLR (MIC), LINE und Hi-Z gewählt werden, die Auswahl leuchtet am entsprechenden Schriftzug auf.

Das selbe Prinzip gilt für die Taste „MONITOR“, wo zwischen dem Montitor- und dem Kopfhörerausgang gewählt und über den großen Poti reguliert werden kann.

Neben der „INPUT“-Taste sind noch Tasten für einen Low-Cut, die 48V Phantomspeisung, ein Pad Schalter, eine Taste für die Phasendrehung und eine „LINK“-Taste, um die Kanäle 1 und 2 in einen Stereokanal zu wandeln und zusammen über den Poti regulieren zu können.

Der Poti lässt sich auch drücken, um die MUTE-Funktion auszulösen und dies mit einer roten Einfärbung des LED-Kranzes zu verdeutlichen.

Universal Audio Apollo Twin Duo - Tasten


Software

Die Besonderheit des Apollos sind natürlich seine zwei Prozessoren, um UAD Plugins ohne Belastung des Macs zu berechnen. Außerdem gibt es eine eigene „Console“, über die das Processing während der Aufnahme mit sehr niedriger Latenz erfolgen kann. Wahlweise können dort platzierte Plugins (wie z.B. Reverb, EQ, etc.) nur für das Monitoring, oder für die Aufnahme verwendet werden. Das Signal kann also je nach Wunsch trocken, oder mit Bearbeitungen der Plugins aufgenommen werden.

Universal Audio Apollo Twin Duo - Console

Eine weitere Besonderheit ist die Unison-Technologie, die hochwertige Preamps authentisch emulieren soll, da die Unison-Plugins mit der Hardware kommunizieren und somit eine realistischere Simulation erreichen können. Die Aufnahmen mit den UA 610 Preamp-Plugins klingen sehr gut, einen Vergleich zum Original kann ich nicht bieten, jedoch werden die Preamps hier genauer demonstriert:

 


Plugins

Die UAD Plugins klingen unglaublich gut. Zusammen mit dem Universal Audio Apollo Twin Duo bekommt man das „Realtime Analog Classics Bundle“, das folgende Plugins enthält:

außerdem waren bei meinem Kauf noch folgende Plugins dabei (Aktion):

jedes dieser Plugins ist optisch und technisch hervorragend umgesetzt und belastet den CPU des Macs nicht.

Der RealVerb ist, zusammen mit dem EMT 140, zu meinem Lieblingsreverb geworden, der CS-1 hat etwas ungewöhnliche aber großartige Effekte an Bord.

Der LA2A und der 1176 sind hervorragend, Klassiker die von allerlei Herstellern bereits emuliert wurden und große Beliebtheit genießen.

Die Softube Raumsimulationen habe ich auf einer Synthesizer-Bass-Gitarre ausprobiert, was dem Bass einen viel realistischeren Sound gab. Die Mikrofonposition zu der Amp-Box kann durch Click and Drag, oder über die Potis, ganz einfach verändert werden.

Die Pultec EQs klingen in meinen Ohren sehr gut, hier gibt es einige Klangbeispiele. Auch der Helios klingt sehr gut.

Die UAD Plugins werden hörbar mit großer Sorgfalt programmiert und sind sehr zuverlässig. Da eine realistische Emulation sehr viel CPU-Leistung benötigt, kommen die zwei Prozessoren an Bord sehr gelegen und man greift somit gerne zu den Plugins.


Fazit

Das Universal Audio Apollo Twin Duo hat mich sehr überzeugt und sich in mein Heimstudio sehr gut eingefügt. Es klingt unglaublich gut, funktioniert unglaublich gut und sieht unglaublich gut aus, alles in allem ein hervorragendes Produkt, das nicht billig ist, jedoch jeden Cent wert.

Durch seine Größe ist es auch noch portabel und sehr hochwertig verarbeitet.

Eine klare Kaufempfehlung!

 

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