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Marketingplan für Musik (Künstler, Rapper, Sänger)

In diesem Marketingplan findest du die wichtigsten Bereiche, die du beim Release deines Songs / deiner EP / deines Albums beachten solltest. Wir beschäftigen uns mit den Kategorien Design, Content, Werbung und Analytics. Zusammen mit meinen Artikeln Marketing Tipps für Rapper und Tipps für dein Album Release bist du gut aufgestellt für dein nächstes Projekt. Lass uns direkt einsteigen!

Design

Jedes Projekt sollte ein eigenes Design bekommen. Das muss nicht zwangsläufig kompliziert und aufwendig sein, auch einfache Designs funktionieren sehr gut. Auch bei bekannten Künstlern kommen simple Designs häufiger vor. Das Wichtigste ist die Qualität des Designs bzw. der Dateien. 

Cover

Das Cover kannst du entweder mit Tools wie Canva selbst erstellen oder von einem Designer / Freelancer auf Webseiten wie fiverr (Englisch-Kentnisse vorausgesetzt) gestalten lassen. Fiverr ist für mich ein kostengünstiger Weg, um an professionelle Designs zu kommen. Zwar musst du zunächst eine Weile suchen und filtern, am Ende lohnt sich das aber.

Achte in jedem Fall auf eine Auflösung, die hoch genug ist, um den Qualitätsstandards aller Plattformen zu entsprechen. Eine Auflösung von 2000 x 2000 px sollte für alle gängigen Plattformen gut geeignet sein.

Social Media

Auch alle Grafiken für Social Media sollten im Cover-Design gestaltet sein. Das ist wichtig für ein einheitliches und wiedererkennbares Erscheinungsbild deines Releases.

Die wichtigsten Social Media Grafiken im Überblick:

  • Profilbild (Facebook, Instagram) → quadratisch, möglichst hohe Auflösung
  • Bilder für Posts (Facebook, Instagram) → quadratisch, möglichst hohe Auflösung
  • Stories (Facebook, Instagram) → 1080 x 1920 px
  • Titelbild (Facebook, YouTube) → Facebook 828 x 315 px, YouTube 2560 x 1440 px
  • Thumbnail (Vorschaubild auf YouTube) → 1280 x 720 px

Content

Album Release vorbereiten - EP Release Tipps - Album veröffentlichen - Release Tricks - Andi Herzog - Promo ContentContent ist im Prinzip alles, was du veröffentlichst. Auch deine Musik ist Content, den du bewusst inszenieren und mithilfe von weiterem Content wie Grafiken, Videos und Texten stützen kannst. Damit wollen wir uns in diesem Abschnitt befassen. Die meisten Inhalte solltest du schon vor der Veröffentlichung deines Projektes vorbereiten. Wie du dein Release anschließend auf Spotify, iTunes, Amazon & Co. hochlädst, findest du in diesem Artikel.

Beschreibung

Für die Veröffentlichung auf Streaming-Portalen, YouTube und anderen Plattformen brauchst du einen passenden Text. In diesem solltest du folgende Fragen beantworten:

  • Um was geht es?
  • Was ist die Geschichte hinter dem Projekt? Wie ist das Projekt entstanden?
  • Wer bist du als Künstler und welchen Hintergrund hast du?

Erzähle etwas über dein Projekt und dich selbst. Dadurch kann sich ein Hörer leichter mit dir und deiner Musik identifizieren, was meist mehr Support bedeutet.

Social Media, Werbung

Selbes gilt für Texte und Posts auf Social Media: mach dir vorab Gedanken darüber, was du posten willst. Bereite die Texte für deine Posts vor und überlege dir eine sinnvolle Reihenfolge und die zeitlichen Abstände der Posts. Als Planungstool für Social Media kann ich dir Buffer wärmstens empfehlen.

Wenn du die Texte und Posts vorbereitest, aufeinander abstimmst und planst, erhöhst du die Wirkung dieser einzelnen Maßnahmen enorm.

E-Mail Vorlagen

Bleiben wir noch kurz bei den Texten. Wenn du deine Musik an Blogs zur Veröffentlichung schicken möchtest, solltest du auch den Text dieser E-Mails vorbereiten.

Der Grundtext mit den wichtigsten Daten und einer kurzen Story zum Projekt darf dabei immer gleich sein, allerdings solltest du jede Mail individuell anpassen.

Recherchiere etwas und finde den zuständigen Ansprechpartner. Zeige diesem, dass der Blog dich interessiert und erkläre kurz, warum dein Projekt da gut reinpasst. Plumpe Copy & Paste Mails werden (fast immer) sofort gelöscht und schaden eher deiner Marke.

Links

Bereite eine Übersicht der Links zu deinem Projekt vor. Seien es Links zu Spotify, YouTube, iTunes, deinem Instagram-Profil oder ähnliches. Speichere und sammle alle Links von Webseiten, auf welchen du dein Projekt veröffentlichst.

Um deinen Hörern eine gute Übersicht zu bieten, kannst du Dienste wie Out Now On, Linktree oder SmartURL nutzen. So bietest du jedem Hörer dein Release auf seiner Lieblingsplattform und erhöhst damit die Gesamtzahl deiner potentiellen Hörer. 

Videos

Musikvideos erzielen meist eine höhere Reichweite, sind aber mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden. Falls dein Budget das zulässt, ist ein Musikvideo in jedem Fall empfehlenswert. Falls nicht, solltest du den Song trotzdem auf YouTube veröffentlichen, auch wenn du für das Video nur das Cover benutzt. Auch YouTube gehört zu den führenden Plattformen, was Musikkonsum betrifft.

Videos sind generell gut für Social Media geeignet. Erstelle daher einige Making-Ofs, lustige Szenen, vielleicht auch eine Art Interview, in welchem du die Story und den Hintergrund des Projektes erklärst.

Fotos

Das gilt auch für Fotos. Nutze Bilder von dir, der Produktion des Songs, ggf. des Videoshoots und sonstige Dinge, die mit dir und deiner Musik etwas zu tun haben. Einziges Kriterium: sie müssen für den Hörer interessant sein. Bilder von deinen auf's Mischpult hochgelegten Beinen sind das nicht.

Werbung

Album Release vorbereiten - EP Release Tipps - Album veröffentlichen - Release Tricks - Andi Herzog - PlanungZielgruppe

Für die Erstellung von Werbeanzeigen auf Social Media ist eine definierte Zielgruppe sehr wichtig. Wenn du dir Gedanken darüber machst, wen genau du erreichen möchtest, sparst du Geld und deine erzielst bessere Ergebnisse mit deinen Werbeanzeigen. Auch Analytics / Daten helfen dir bei der Definition deiner Zielgruppe.

Das sind die wichtigsten Punkte bei der Definition von Zielgruppen:

  • Altersbereich (z. B. 18-38)
  • Geschlecht (falls gewünscht)
  • Wohnort (du kannst hierbei auch mehrere Regionen oder Länder wählen, bei deutschsprachiger Musik solltest du auch nur in Deutschland und ggf. Österreich und der Schweiz ausspielen)
  • Interessen (z. B. dein Musikgenre und sehr ähnliche Genres)

Die Eingrenzung deiner Zielgruppe ist entscheidend für den Erfolg deiner Anzeigen und für den optimalen Einsatz deines Budgets. Zudem ist eine definierte Zielgruppe bei all deinen Maßnahmen hilfreich, auch bei der Produktion deines Albums. Wenn du erst einmal genauer definiert hast, wer deine potenziellen Kunden sind, fällt es dir leichter zu verstehen, worauf sie Wert legen und wie sie handeln.

Frequenz

Wenn du deine Werbeanzeigen erstellst (z. B. für Facebook und Instagram im Werbeanzeigenmanager von Facebook oder für YouTube und Google über Google Ads), ist auch hierbei ein vorab festgelegter Zeitplan wichtig.

Ich habe das für meine Kampagnen so gelöst:

  • Facebook: Eine Kampagne zur Veröffentlichung mit einer Laufzeit von 7 Tagen. Danach 7 Tage Pause und anschließend (also 14 Tage nach Veröffentlichung) nochmals eine Kampagne mit einer Laufzeit von 7 Tagen.
  • Instagram: Selbes Vorgehen wie bei Facebook, allerdings mit insgesamt 4 Kampagnen. Instagram ist für Musiker die wichtigere Plattform und funktioniert momentan noch wesentlich besser. Schema ist hier also: 7 Tage Kampagne, 7 Tage Pause, 7 Tage Kampagne, 7 Tage Pause, 7 Tage Kampagne, 7 Tage Pause, 7 Tage Kampagne.
  • YouTube: Auf YouTube sind In-Stream Anzeigen (also die überspringbaren Videoanzeigen vor einem Video) vom Preis-Leistungs-Verhältnis am besten. Hier kannst du bei der Einrichtung der Kampagne wählen, zu welchen Themen die Anzeige ausgespielt werden soll. Sinnvollerweise solltest du hier Musik wählen. Es sind sogar spezifische Genres, wie z. B. Rap & Hip-Hop möglich. Die Kampagne sollte etwa 14 Tage laufen, Start ist das Veröffentlichungsdatum. Das Budget sollte dem (Gesamtbudget) von Facebook entsprechen.

Erstellung

Hier findest du Leitfäden, wie du Werbeanzeigen auf verschiedenen Plattformen erstellst:

Analytics

Bei all der Planung und den Maßnahmen ist die Erfolgsmessung Pflicht. Daraus kannst du ableiten, wie erfolgreich deine Maßnahmen waren und was zu verbessern ist.

Streams

Streams sind die wichtigsten Statistiken, weil du mit ihnen Geld verdienst. Wie oft wurde dein Song / Album auf Spotify, iTunes, Amazon und Co. gestreamt? Der Dienstleister, über welchen du dein Projekt auf die Streamingdienste hochgeladen hast, stellt dir diese Statistiken bereit. Spotify for Artists gibt dir sogar noch mehr Einblicke: Geschlecht, Ort, Alter und weitere Details zu deinen Hörern.

YouTube steht etwas zwischen den Streams und Social Media Kanälen. Zwar kannst du erst ab einer gewissen Zahl an Abonnenten Geld mit deinen Videos verdienen (indem du Werbeanzeigen schaltest), solltest deine Musik aber schon vorher auf YouTube bereitstellen. Musik ist die beliebteste und meist genutzte Kategorie auf YouTube. Aktuell sind 9 der 10 meist gesehenen Videos auf YouTube Musikvideos. Damit bietet die Plattform große Chancen für Musiker, auf die du nicht verzichten solltest. Mit Bonus Content wie Making-Ofs und Behind the scenes kannst du deinen Fans zusätzlich mehr bieten.

YouTube liefert sehr tiefgehende Statistiken im Analytics-Bereich des Creator Studios, wie z. B. Aufrufe, durchschnittliche Wiedergabedauer und demografische Daten zu Nutzern. Diese Daten kannst du nutzen, um deine Zielgruppe zu verfeinern und anzupassen. Hier findest du mehr Infos zu den Analytics auf YouTube.

Social Media

Auch alle anderen Social Media Plattformen liefern dir Statistiken. Neben der mithilfe dieser Daten immer genauer werdenden Definition deiner Zielgruppe, kannst du mit ihnen genauer verstehen, welche Beiträge gut performen und welche schlecht. Daraus kannst du ableiten, welche Arten / Kategorien von Content funktionieren und dich anschließend stärker auf sie fokussieren. Probiere anfangs verschiedene Kategorien aus (Making-Of, Songausschnitte live gesungen / gerappt, Witziges, Fotoshoots, usw.), damit du eine Vergleichsbasis hast.

Facebook → Seiten-Insights, mehr Infos zu Facebook Seiten-Insights findest du hier.

Instagram → Insights bei einem Business-Profil (so richtest du es ein), mehr Infos zu Instagram Insights findest du hier.

Werbeanzeigen

Auch die Auswertung deiner Werbeanzeigen ist wichtig, du möchtest schließlich wissen, was du für dein Geld bekommst.

  • Wie viele Personen haben deine Anzeigen erreicht?
  • Wie oft wurden deine Anzeigen geklickt?
  • Wie war die Klickrate (CTR)?

Die Klickrate ist das Verhältnis der Klicks zu der Anzahl der Einblendungen deiner Anzeige und damit ein Indikator für die Qualität der Anzeige. Bei schlechten CTRs solltest du den Text und/oder das Motiv der Anzeige überarbeiten und ihre Performance weiter beobachten. Mehr dazu findest du hier.

Takeaways

Versuche, aus allen Aspekten und Disziplinen deines Projektes zu lernen und zu erkennen, was gut oder schlecht funktioniert.

  • Was kannst du verbessern?
  • Was solltest du ergänzen?
  • Was solltest du weglassen?

Mit diesen Fragen im Hinterkopf kannst du aus jedem Prozess deines Projektes einen Nutzen für dich herausholen. Versuche die einzelnen Prozesse, wie z. B. deinen Releaseplan oder das Songwriting laufend zu verbessern.

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