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Aufnahmen für Mixing vorbereiten

Vorbereiten der Spuren für das Mixing

Viele Künstler haben bereits Aufnahmeequipment, wie z. B. Mikrofon und Preamp / Interface gekauft und nehmen sich selbst zuhause auf. Da das Mixing häufig zu komplex ist, um selbst ein professionelles Ergebnis zu erreichen, senden die Künstler ihre Spuren zum Mixing an Produzenten und Mixing-Engineers. Es gibt einige zu beachtende Punkte bei der Vorbereitung der Spuren. Sind diese Erfüllt, kann der Engineer das Projekt besser überblicken, was sich in einer bessern Qualität widerspiegelt. 

Im folgenden findest Du die wichtigsten Aspekte für die Arbeit mit Engineers / Produzenten. 

Format

Das Format der Dateien stellt einen sehr wichtige Voraussetzung dar. Achte ggf. auf das gewünschte Format des Mixing-Studios. Beispielsweise verwende ich 48 kHz, 24 Bit für meine Projekte und empfehle dieses Format für Aufnahmen. Durch die höhere Bit-Tiefe können hier ggf. Verbesserungen im Bereich der Dynamik erreicht werden.

Beschriftung

Um Zeit und Geld zu sparen ist die Beschriftung Deiner Spuren extrem wichtig. Je besser Du Dein Projekt vorbereitest, desto effizienter kann der Mixing-Engineer daran arbeiten. Eine richtige Beschriftung ist die Grundvoraussetzung hierfür. Leider ist dies auch einer der häufigsten Fehler beim Home-Recording. Grundsätzlich hilft es auch Dir, deine Projekte übersichtlich zu gestalten. So können Änderungen schnell und einfach ausgeführt werden.

Sende keine Spuren mit den Namen „Track1.wav“, „Track2.wav“, usw. Beschrifte die Spuren angemessen, wie z.B. „Piano“, „Snare“, „Chorus Vox Hi“, „V. Bkgnd Vox“, „Intro Talk“, usw.

Bearbeitungen

Möchtest Du eine reine Mixing-Dienstleistung, solltest Du alle Deine Bearbeitungen inklusive der Vocal Comps*, Kopien des Refrains, ggf. Auto-Tuning usw. erledigen. Hast Du die notwendigen Fähigkeiten und Software für die Bearbeitung der Spuren, ist es sinnvoll diese selbst auszuführen. Zu den einfachsten Bearbeitungen zählen das Entfernen der unnötigen Stille, sowie den Störgeräuschen vor und nach den Takes. Diese kann der Künstler meist selbst ausführen. 

*Unter Vocal Comps versteht man das Zusammenführen der besten Takes. I. d. R. werden einzelne Abschnitte mehrfach aufgenommen. Die Aufgenommenen Spuren werden danach miteinander verglichen. Anschließend werden die besten Bereiche zusammen geschnitten, um einen "perfekten Take" zu erreichen. 

Konsolidieren

Unter dem Konsolidieren versteht man die Festlegung derselben Start- und Endpunkte aller Spuren im Projekt. So können die Spuren in jede DAW geladen werden, ohne das diese erst zurecht geschoben werden müssen. Diese Funktion gibt es in jeder DAW, eine Anleitung für den Export von konsolidierten Spuren gibt es auf YouTube.

Export der Spuren

Exportiere Deine Spuren möglichst trocken. Das heißt ohne Hall, Echo, usw. Natürlich gilt das nicht für Effekte, die Du mit zu 100% exakt so haben möchtest. Soll der Effekt jedoch nur eine Idee vermitteln, exportiere die Spur ohne den Effekt und weise in einer separaten Datei (dazu unten mehr bei "Rough Mix") darauf hin.

Vermeide weitestgehend die Klangregelung, wie Kompression und EQ.

Das wichtigste beim Export: Keine der Spuren darf übersteuern!

Dateien und Informationen vorbereiten

Es sind einige Angaben für die richtige Vorbereitung des Mixings wichtig. 

Hierfür ist es ratsam einen Ordner mit folgenden Inhalten zu erstellen:

  1. die konsolidierten Spuren (im eigenen Unterordner „Trackouts“)
  2. Rough Mix*, sofern es einen gibt
  3. Eine TXT-Datei mit Notizen über das Dateiformat (Bit / kHz) der Spuren, Tempo, Name und Kontaktinfo des Künstlers und/oder Produzenten, sowie Sonstiges, wie z. B. Problemstellen, Ideen (für Effekte), Einflüsse, usw.
  4. Songtext (ggf. mit markierten Wörtern, die für eine Clean-Version zensiert werden sollen)

So sind alle notwendigen Informationen und Dateien richtig geordnet. Dies verkürzt die Bearbeitungszeit des Mixes und spart Kosten. Außerdem kannst auch Du alle notwendigen Informationen bei Bedarf sofort wiederfinden, ohne das Projekt erneut öffnen zu müssen. 

*der Rough Mix ist ein "grober Mix" der Deine ungefähren Vorstellungen vom Mix repräsentiert. Hier kannst Du alle Effekte und Klangregelungen einsetzen, um dem Engineer deutlich zu machen, in welche klangliche Richtung Du gehen möchtest. 

Dateien senden

Erstelle eine ZIP-Datei aus dem erstellten Ordner und sende diese über Dienste wie z.B. wetransfer.com oder filemail.com an den Mix-Engineer. Mit diesen Diensten können die Dateien sicher und privat versendet werden. Außerdem erhälst Du eine E-Mail, sobald die Dateien heruntergeladen wurden. 

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