BlogTutorials

6 Mixing Tipps für besseren Bass

In diesem Tutorial möchte ich meine persönlich verwendeten* Techniken für Bass Mixing erläutern und erklären. Für mich funktionieren diese Techniken hauptsächlich für Hip-Hop, R&B, Trap und Ähnliches.

 

1. Grundsounds

Die Qualität der Grundsounds bestimmt, wie schwierig es wird, den Bass abzumischen und in den Gesamtmix einzubinden. Man kann aus einem schlechten Sample / Bass-Sound (aus einem Synth) nur sehr schwer einen anständigen Sound herausbekommen und ist die meiste Zeit dann nur damit beschäftigt, Fehler zu kaschieren, statt sich der kreativen Klangformung und -einbindung zu widmen.

2. Immer mono

Im Stereofeld hat ein Sub-Bass für mich nichts verloren, der gehört für die volle Wirkung mono in den Mix. Dies ist ein essenzieller Punkt und ist mein erster Schritt beim Bass-Mixing.

3. Kompressoren

Der Bass ist so ziemlich das einzige Instrument, auf welches ich öfter mal einen Kompressor packe, um ihn besser unter Kontrolle zu halten. Vor allem, wenn die Höhe des Basses stark variiert, macht es hier viel Sinn, mit Kompressoren zu arbeiten. Was für mich hier besonders gut funktioniert, sind Mono-Kompressoren, da ich den Bass (wie in Punkt 2 genannt) mono im Mix sitzen habe. Viele Bass-Sounds aus Synths sind von Grund auf schon recht stabil und benötigen keine Kompression. Hier solltest Du anhand des vorliegenden Sounds entscheiden, ob Du einen Kompressor einsetzen möchtest, oder nicht.

4. Sidechain

Eine Sidechain ist wichtig, damit der Bass gut wirkt und die Kick Drum wuchtig bleibt und im Mix auch funktioniert. Hierfür ist eine Sidechain perfekt geeignet. Was ich jedoch (vermutlich) anders mache, als die meisten, ist dass ich den Threshold mit einer Sidechain belege, sodass dieser bei jedem Kick Schlag weit runter geht (abhängig vom Song, im Schnitt ca. -25dB), der dabei entstehende Sound, klingt für mich einfach besser, also die Ratio mit einer Sidechain zu belegen.

5. EQ

Ich nutze den EQ beim Bass nur für 3 Dinge:

1. Low Cut für die ganz tiefen Frequenzen 20-50 Hz setzen, da ich diese auf den meisten Wiedergabesystemen nicht (anständig) wiedergegeben werden können und somit unnötig Platz im Mix wegnehmen.
2. Hi Cut bis 1500 - 2000 Hz, um mehr Raum im Mittenbereich zu schaffen, da diese Frequenzen meist nicht wichtig für den Bass sind.
3. Boost bei 700 - 1000 Hz hilft dem Bass auch auf kleinen Anlagen bzw. schlechten Boxen hörbar zu sein und nicht zu verschwinden. Dies ist meines Erachtens sehr wichtig, da die Meisten Hörer auf begrenzten Systemen (Handy, Laptop, kleine Boxen) hören.

6. Distortion

Ein in letzter Zeit sehr effektives Tool für mich. Distortion macht den Bass "griffiger" und betont die Mitten, unterstützt somit wieder die Hörbarkeit auf kleineren Anlagen, Handys, Laptops usw. Je nach Genre und Song darf es mal mehr und mal weniger sein, manchmal passt es musikalisch auch überhaupt nicht rein. Meistens ist es jedoch eine große Hilfe und ist oft in meinem Bass-Channel zu finden.

Was hier der "Geheimtipp" ist, ist der Sausage Fattener (VST), der ist eine Kombination aus Distortion und Kompression und kann beim Bass Wunder wirken. Kann ihn definitiv empfehlen!

*dies sind meine persönlich verwendeten Techniken, das heißt nicht, dass sie generell richtig und besser, als alle anderen sein müssen, sie dienen als Tipps und Inspiration für neue Techniken. Ich freue mich über ergänzende Tipps und Meinungen in den Kommentaren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.