3 Mixing Tips für bessere Tracks

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3 Tips für Mixing

Beim Mixing gibt es viele zu beachtende Punkte. Wissen über die verwendete Hard- und Software, sowie deren Funktionen sind eine Seite. Grundsätzliche Arbeitstechniken die andere.  Für mich waren diese Arbeitstechniken, die ich hier beschreibe, eine erhebliche Erleichterung, besser mit dem Mixing klar zukommen und mich weiterzuentwickeln.

Mixing Tipp 1: Vergleichen

Suche Dir einen Song heraus, der dem Stil Deiner Musik ähnelt und Deinem gewünschten Klangergebnis entspricht. Vergleiche während dem Mixing die zwei Songs immer wieder miteinander, dies wird Dir klar und deutlich aufzeigen, wo und was an Deinem Mixing noch fehlt.

Ich finde es sinnvoll, Dir den Referenztrack komplett anzuhören, bevor Du mit dem Mix beginnst. Danach ist Dein Ohr Frequenz-technisch etwas auf das Pro-Level „eingestellt“. Danach kannst Du Deinen Rough-Mix erstellen und anschließend wieder vergleichen. So kannst Du den Fokus des Vergleiches auf die Feinjustierung legen. Den groben Mix sollte meines Erachtens Dein eigenes Ohr bestimmen. Hier ist Dein persönlicher Geschmack und Stil gefragt.

Wenn keine Referenz vorhanden ist, ist es für Anfänger und auch teilweise für Fortgeschrittene oft schwierig einzuschätzen, wie der Mix auf anderen Systemen klingen wird, ein Referenzsong ist ein hilfreicher roter Faden hierfür. Mir helfen Referenztracks vor allem für die Beurteilung des oberen Frequenzspektrums und der ungefähren Lautheit. Jedoch lasse ich mich von den teilweise extremen Lautstärken nicht beeinflussen. Denn ich bin gegen den Loudness-War.

Mixing Tipp 2: Pausen

Wenn eine längere Zeit am Stück gemischt wird, neigen wir dazu, Fehler im Mix zu überhören. Wir gewöhnen uns einfach an sie. Das Gehör sehr schnell an überbetonte Höhen, sodass diese nach kurzer Zeit gar nicht mehr überbetont wirken.

Daher ist es wichtig, Pausen zu machen, um das Gehör wieder zu schärfen. Oft ist es so, dass nach einer kurzen Pause die Fehler sofort auffallen und somit auch beseitigt werden können. Nach einer Pause ist es auch einfacher, den Mix aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Danach kannst Du wieder verglichen, sodass evtl. sogar noch weitere Störquellen bzw. Abweichungen auffallen und beseitigt werden können.

Pausen helfen auch die Konzentration wieder herzustellen. Es gibt eine Faustregel für Gehörpausen.

  • Bei 60 Minuten Mix am Stück = 10 Minuten Pause.
  • Bei 90 Minuten Mix am Stück = 20 Minuten Pause.

Mixing Tipp 3: Gegenhören

Zusätzlich zu den vorgenannten Schritten, ist das Vergleichen des Mixes auf anderen Anlagen, wie z. B. einer Hifi-Anlage, oder im Auto ein sehr hilfreiches Mittel. Der größte Teil der Hörer wird den Mix nämlich genau auf so einem System wiedergeben.

Im Homerecordingbereich ist die Raumakustik nicht immer optimal, auch wenn an dieser bereits gearbeitet wurde. Daher ist während dem Mixing das Gegenhören auf geeigneten Kopfhörern sehr sinnvoll, da die Fehler sofort verbessert werden können. Es gibt viele Studiokopfhörer, die dafür geeignet sind, wie z. B. der SHURE SRH-840 oder der Beyerdynamic DT 770 Pro (den ich persönlich nutze). Hier gibt es einen ausführlichen Test verschiedener Kopfhörer.

Zusätzlich sind die sogenannten Mittenlupen (Avantone & Co.) für das Gegenhören während dem Mixing sinnvoll. Ich konnte mir den Behringer Nachbau (C50A) der Avantones sichern.  Die Funktion dieser Lautsprecher ist die, dass die reinen Mitten „getestet“ werden können. Der Aufbau des Lautsprechers lässt nämlich keine außerordentlich gute Bass- und Höhenwiedergabe zu. Zusätzlich zum Check können diese Mittenlupen das Ohr „neu justieren“, da der Wegfall der Bässe und Höhen dem Gehirn neue Konzentration abfordert.

Abschließend sollte auf einem anderen System (Hifi, Auto, usw.) gegengehört werden, um herauszufinden, ob der Mix so wirkt, wie er es soll. Dies ist der letzte Schritt beim Mixing, da an diesem Punkt alles Andere bereits erledigt sein sollte, denn das Gegenhören auf anderen System soll eine Bestätigung für den Mix darstellen.

Fazit

Mir haben diese Mixing Tipps sehr geholfen, meinen Sound professioneller zu gestalten. Pausen und Referenzen sind extrem wichtige Hilfsmittel, um einen „Industrieklang“ zu erhalten. Ich hoffe, dass Dir diese Techniken genauso helfen können.

Hast du auch besondere Tricks beim Mixing? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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