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Beats: Unterschied zwischen Leasing und exklusiven Beats

Wer im Internet nach Beats sucht, wird sehr viele davon finden. Neben Free Beats, die qualitativ meist der letzte Schrott sind, gibt es exklusive und Leasing Beats. Aber was ist der Unterschied? In der folgenden Infografik findest Du die wichtigsten Elemente. Im Text darunter gibt es ein paar mehr Hinweise. 🙂 

Infografik_Leasing vs. Exclusive_compressed

Kurz und knapp

Sowohl bei Ami-Beats, als auch bei Beats von Produzenten aus Deutschland wird diese Unterscheidung getroffen.

Der Unterschied in einem Satz: Exklusive Beats werden nach Deinem Kauf an niemand anderen mehr verkauft, Leasing Beats schon.

In Deutschland unterscheidet man nach Nutzungsrechten, die im §31 UrhG geregelt sind. Da gibt es das ausschließliche (entspricht exclusive) und das einfache (nicht-ausschließliche) Nutzungsrecht (entspricht Leasing).

Besonderheiten Exklusive

Beim ausschließlichen Nutzungsrecht erhältst Du allein das Recht, den Beat zu nutzen. Vertraglich kann gegebenenfalls eine zusätzliche Nutzung durch den Urheber (Produzent) geregelt werden.

Wichtig: Egal welche Rechte Du erwirbst, Du bist in keinem Fall dazu berechtigt, den Beat oder jegliche Rechte daran weiterzuverkaufen. Du darfst nur die Nutzungsrechte Deines fertigen Songs verkaufen (z.B für Film-Soundtracks usw.)

Im Vertrag wird geregelt, wie und für was Du den Beat nutzen darfst. Bei einem exklusiven Beat werden in der Regel vereinbart, dass Du das Recht erhältst einen Song daraus zu produzieren und diesen dann für alle gängigen Zwecke zu nutzen. Du hast also die volle Kontrolle über den Song.

Zudem besteht keine Beschränkung an verkauften Einheiten (MP3-Downloads oder CDs mit Deinem Song), im Gegensatz zu Leasing Beats (mehr dazu im Abschnitt zu Leasing Beats).

Für professionelle Künstler, die den Song offiziell releasen, auf ein Album packen und ein Video dazu drehen ist der Erwerb von exklusiven Beats in jedem Fall sinnvoller. Stell Dir mal vor, da sparst Du am Beat, steckst aber hunderte oder vielleicht sogar tausende von Euros in das Drumherum und es kommt ein Künstler, der den selben Beat least und Deinen Hype legal “ausnutzen” kann. Oder Dich mit dem Originalbeat parodiert und die Parodie verkauft.

Natürlich ist der Preis eines exklusiven Beats höher, da sich für den Produzenten der Aufwand irgendwo ansatzweise rechnen muss. Die Preise sind in der Regel trotzdem verhältnismäßig niedrig angesetzt, sodass lächerliche Stundensätze rauskommen, aber man kommt dem Künstler da entgegen. Auch ich mache das so.

Einer der größten Vorteile von exklusiven Beats ist das Datei-Paket, dass Du bekommst. Der Produzent sendet Dir alle Einzelspuren, also alle Instrumente auf einzelnen Spuren im hochwertigen WAV-Format. Gerade bei der Produktion eines Albums ist das für das Mixing und Mastering von großem Vorteil. Du hast also volle Rechte und volle Kontrolle.

Besonderheiten Leasing

Wie sich aus dem Abschnitt gerade ergibt, kann ein Leasing Beat nach Deinem Kauf auch an andere Künstler verkauft werden.

Das einfache Nutzungsrecht befugt Dich ebenfalls dazu, einen Song aus dem Beat zu produzieren und eine bestimmte Anzahl an Verkäufen vom Song zu tätigen. Das heißt, dass Du z. B. 2000 Song-Downloads verkaufen kannst. Danach musst Du eine weiteres Lizenz kaufen, um mehr Song-Downloads verkaufen zu können. Die erlaubte Menge an Verkäufen ist vom Vertrag bzw. vom Produzenten abhängig.

Auch bestimmt der Produzent, wie beim ausschließlichen Nutzungsrecht, die Nutzungsart des Beats. Bei einfachem Nutzungsrecht ist es sinnvoll, die Nutzung des Beats für Videos, Werbespots oder Ähnlichem zu erlauben. Eine Beschränkung auf die Produktion eines Songs wäre nicht ganz sinnvoll, denn das einfache Nutzungsrecht macht genau für solche Dinge wie Hintergrundmusik Sinn.

Natürlich sind Leasing Beats auch für Künstler sinnvoll. Machst Du beispielsweise gerade ein Demo oder Mixtape, sind exklusive Beats natürlich nicht im Budget. Um trotzdem einen hochwertigen Sound zu erreichen und das Tape auch verkaufen zu können, ist der Kauf von Leasing Beats optimal.

Im Unterschied zu exklusiven Beats bekommst Du “nur” eine MP3 oder WAV-Datei der Masterspur des Beats. Ein Mixing durch jemand anderen ist also nicht möglich. Es bleibt nur das Mastering.

Der größte Vorteil von Leasing Beats ist natürlich der extrem niedrige Preis. Wie bereits erwähnt ist Leasing besonders für Demos, Mixtapes und Hintergrundmusik geeignet.

Fazit

Wie Du siehst, gibt es einen großen Unterschied zwischen Leasing und exklusiven Beats. Welches Nutzungsrecht sich am Besten für Dich eignet, entscheidet am Ende die Projektart und natürlich vor allem das Budget. Bedenke aber, dass die meisten exklusiven Beats, die Du im Internet findest, weit unter Wert verkauft werden.

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