SoundCloud – Es weht ein anderer Wind

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Ich nutzte SoundCloud viele Jahre, um meine Produktionen, Beats und Remixes dort zu präsentieren und auf meiner Homepage einzubetten. Plötzlich war SoundCloud mit meinen Remixen nicht mehr einverstanden.

Angefangen hat alles mit einer E-Mail, die mir deutlich machen sollte, dass ich gegen Urheberrechtsbestimmungen verstoßen habe. Der Titel, den es in diesem Fall betraf, würde gesperrt werden. Auf den ersten Blick war das nichts Besonderes für mich, weil ich solche E-Mails schon von YouTube kenne. Was mich an dieser Stelle nur gewundert hat, ist das es solche E-Mails von SoundCloud in den letzten Jahren nicht gab.

Strikes gibt's auch auf SoundCloud

Soundcloud Account gelöscht
Zack - Account weg. SoundCloud löscht Accounts, die gegen das Urheberrecht verstoßen.
In der E-Mail stand auch, dass SoundCloud nun ein "3-Strikes-System" führt und ich durch diesen Verstoß meinen ersten Strike erhalten habe. Ein Strike ist eine Verwarung für einen Urheberrechtsverstoß. Um sich mit "Folgetätern" nicht zu lange herumzuschlagen, wird der Account nach dem Erhalt von 3 Strikes gelöscht. Beim zweiten Strike werden die Download-Funktionen aller Tracks eines Users deaktiviert. Hierbei wird nochmals auf die Löschung des Accounts nach dem dritten Strike hingewiesen. 

Majors setzen SoundCloud unter Druck

Dann erhielt ich den zweiten Strike. Ich schrieb SoundCloud eine E-Mail, wie es denn sein kann, dass plötzlich Remixe verschiedener Künstler gelöscht werden, obwohl sie zu einem großen Teil für ihren Erfolg mitverantwortlich sind. Neben Künstlern, die Ihre eigene Musik dort veröffentlichen, bestand auf SoundCloud eine große Gemeinde an Produzenten und DJs, die viele Remixe in Ihre Accounts geladen haben. SoundCloud geriet durch seinen hohen Aufstieg jedoch ins Visier der Major-Labels. Diese sahen darin eine Möglichkeit für großen Profit und forderten Beteiligungen von SoundCloud ein. 

Keine Reaktion

Deshalb gab es statt einer Reaktion auf meine per Mail gestellte Frage an SoundCloud nur einen weiteren Hinweis auf die Löschung meines Accounts nach Erhalte des dritten Strikes und der Bitte, jeglichen Content zu löschen, der nicht frei von Urheberrechtsansprüchen Dritter sei.

Keine Lösung seitens SoundCloud

Wie die Website Tonspion berichtet, möchten Labels, ähnlich wie YouTube, an den Einnahmen bzw. dem Traffic beteiligt werden. Da SoundCloud noch kein Konzept dafür eingefallen ist, fingen sie mit der Verwarnung und folgender Löschung von Accounts an.

Fazit

Es gibt genug Streaming-Dienste, die SoundCloud ersetzen können. SoundCloud's großer Vorteil war der große Traffic und die "Laufkundschaft", die beim Browsen auf Künstler aufmerksam geworden ist. Anfangs habe ich als Ersatz den Dienst hearthis.at genutzt. Dies hielt jedoch kein halbes Jahr, bis mein Account auch dort gesperrt wurde. Nun habe ich meine Remixes einfach nur zum Download auf meiner Website, da mir das ständige Reuploading einfach zu aufwändig ist. Ich habe gemerkt, dass es auf YouTube mittlerweile gut möglich ist, die Remixe zum Streaming hochzuladen, die Werbeerlöse gehen in diesem Fall an das Label, dies ist jedoch vertretbar. Das ist für mich eine sehr akzeptable Lösung.

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