Künstlerentwicklung als Produzent

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Blog, Tutorials

Heutzutage gibt es nicht mehr viele effektive Möglichkeiten sich als Produzent zu vermarkten bzw. zu promoten. Wenn ich mir aber die ganzen Interviews von erfolgreichen Produzenten ansehe, raten die meisten zur selben Sache: Künstlerentwicklung.

Was bedeutet das?

Das bedeutet, dass man als Produzent nicht nur lustig Beats vor sich her produzieren soll, um diese dann herumzuschicken / zu submitten (was als Zusatz jedoch sehr gut ist), sondern den besten Weg der Promotion und Markensetzung zu nutzen, nämlich einen (natürlich guten) Künstler zu produzieren, bzw. als festes Team mit diesem zu agieren und die Vermarktung des Künstlers zu unterstützen. Hierbei vermarktet man sich als Produzent gleich automatisch mit. Win/Win.

Es gibt doch andere Wege der Promotion!

Von Twitter-, Facebook-, E-Mail-, Newsletter- und der ganzen anderen Standardpromotion kann jeder ein Liedchen singen. Die Zeiten der Effizienz dieser Mittel sind vorbei, weil diese Wege der Vermarktung überstrapaziert und überspamt sind. In Social Media enthaltener Werbung wird wenig Aufmerksamkeit geschenkt, sie wird nur überfolgen. Ein Newsletter wird nur noch selten geöffnet.

Was tut man also konkret als Produzent?

Man muss Zeit und Geduld mitbringen. Man sucht sich einen, oder mehrere Künstler, deren Stil mit dem eigenen harmoniert und versucht eine feste Zusammenarbeit mit dem Künstler zu ermöglichen, sodass man sich an ein Projekt, wie z. B. ein Album oder ein Mixtape machen kann. So kann ein ganz eigener Stil und Sound erschaffen werden, der, meiner Meinung nach, immer besser sein wird, als jeder existente Billboard-Abklatsch.

Für die Zeit der Produktion und Vermarktung kann wahrscheinlich kein Geld fließen. Jedoch einigt man sich mit dem Künstler, dass man sich Einnahmen teilt, sobald diese kommen. Man beteiligt sich schließlich als Produzent aktiv an dem Aufbau der Künstlerkarriere.

Auch wenn die Erfolgsrate geringer sein sollte und es auch länger dauern wird: am Ende steht dort ein Produkt, hinter dem der Künstler und der Produzent fest stehen können. Wer hinter seinem Produkt steht wird Kunden gewinnen können, wer hinter seinem Stil steht wird Fans gewinnen können.

Ich kann mich doch auch als Produzent so vermarkten, wie ein Künstler?

Kann man versuchen, mit Dingen wie Remixen, Free Beats und dergleichen. Habe ich auch alles schon gemacht und werde, zumindest das Remixing, weiter betreiben. Nur ist das Remixing eine komplett andere Schiene, als Kunden für seine Beats / Produktionsdienstleistungen zu gewinnen und seinen eigenen Stil und Sound zu definieren und meiner Meinung nach nicht so effizient, wie ein komplett eigener Song, der ankommt.

Fazit

Künstlerentwicklung ist ein Punkt der leider oft unter den Tisch fällt, wenn man sich als Produzent über Vermarktungsmöglichkeiten informieren möchte, dabei sollte das, meiner Meinung nach, eine Kernkompetenz eines Produzenten sein, da zum Produzieren nicht nur die Beats gehören, sondern auch übergreifende Kenntnisse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.