Kompression – nicht immer ein Segen

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Tips für KompressionIn diesem Beitrag möchte ich nicht, wie es ja sonst immer getan wird, die Funktionsweise und jedes Knöpfchen eines Kompressors erklären, sondern mich mit der grundsätzlichen Verwendung befassen. Ich habe selbst einige Male den Fehler gemacht, einfach zu viel zu komprimieren. Oft wird einem von allen Seiten ins Ohr geflüstert wie toll Kompression ist und sein kann: knackiger, fetter, lauter, punchier. Alles super, nur oft überhaupt nicht nötig.

Nicht zu viel

Es muss nicht jedes Instrument und jeder Bestandteil eines Tracks zwanghaft komprimiert werden. Kompression macht nicht automatisch alles besser, klingt es so schon fett und gut, braucht es keine Kompression.

Wenn nämlich beispielsweise die Kick im Insert komprimiert wird, dann nochmal auf dem Drum Buss und dann nochmal auf dem Master Channel, kann sehr schnell zu viel des Guten entstehen, nämlich die Überkomprimierung.

Nachteile von Überkomprimierung

Ein überkomprimierter Song ist sehr anstrengend für das Ohr und geht einem auch sehr schnell auf die Nerven, weil er auf das Ohr drückt und einfach klingt wie eine Presswurst. Meist fehlt solchen Songs auch die Dynamik und vor allem die „Luft“ die, meiner Meinung nach, in jedem Song vorhanden sein muss, damit dieser angenehm zu hören ist.

Persönlicher Stil, statt Presets

Ich persönlich verwende für die Kick meistens keine Kompression, auf der Snare sehr selten, meist nur ein wenig auf dem Drum Buss und anderen Bussen, sowie im Master Channel für ein wenig (!) Lautheit. Nur weil gesagt wird, Kompressor XY macht alles fetter und besser, muss dieser nicht gleich in jeden Channel gedrückt werden.

Genau hinhören, mit erholtem Ohr

Manchmal erkennen wir die Überkompression (auch wenn sie nur leicht ist) nicht, weil unser Ohr sich während dem Mischen daran gewöhnt. Deshalb ist es (mal wieder) ratsam, Pausen zu machen und ggf. auch mal andere Songs zu hören, sodass die Fehler, wie eben Überkompression, sofort herausstechen, wenn wir die Arbeit an unserem Mix wieder aufnehemen.

Zusammenfassend kann ich sagen: Am besten ist es, wenn wirklich nur die Effekte genutzt werden, die für den gewünschten Sound nötig sind, kein bisschen mehr, oder weniger.

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